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Maker Faire Salzburg 2025 - Meshtastic, Zeichenmaschinen und jede Menge Inspiration
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Maker Faire Salzburg 2025 - Meshtastic, Zeichenmaschinen und jede Menge Inspiration

TriBühne Lehen, Salzburg

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3 Min. Lesezeit

Standort

Maker Faire Salzburg 2025 - Meshtastic, Zeichenmaschinen und jede Menge Inspiration

Manche Veranstaltungen stehen schon länger im Kalender, bevor man sich wirklich sicher ist, ob man hinfahren wird. Die Maker Faire Salzburg war so ein Fall - irgendwann eingetragen, und dann doch mit einer gewissen Vorfreude auf den Weg gemacht. Alleine, mit dem Auto, entspannte Fahrt auf der Westautobahn nach Salzburg. Geparkt hab ich in der Tiefgarage gegenüber der TriBühne Lehen - praktischer geht’s kaum.

Ankommen in der TriBühne Lehen

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Die TriBühne Lehen ist ein guter Ort für sowas. Ein Veranstaltungszentrum im Salzburger Stadtteil Lehen, das genug Platz bietet - oder zumindest fast genug. Denn an diesem Samstag, dem 8. November 2025, war es doch merklich voll. Rund 1.400 Besucher und über 120 Maker aus dem In- und Ausland auf einer überschaubaren Fläche, das merkt man. Familien mit Kindern, Technikbegeisterte, Bastler, Studierende - ein bunter Mix, der sich durch die Stände schiebt.

Mein ehrlicher Ersteindruck: gut, aber ich hätte erwartet, dass das Ganze etwas größer aufgezogen ist. Nicht dass etwas gefehlt hätte - die Dichte an interessanten Projekten war durchaus beeindruckend.

Meshtastic - das Highlight des Tages

Den größten Teil meiner Zeit hab ich am Meshtastic-Stand verbracht, und das vollkommen zu Recht. Meshtastic kannte ich schon vom Namen - irgendwo aus dem Internet aufgeschnappt als Möglichkeit, über längere Distanzen ohne Handynetz zu kommunizieren. Mehr als WLAN-Reichweite, ohne auf kommerzielle Infrastruktur angewiesen zu sein.

Was ich am Stand mitgenommen habe, hat das Konzept für mich greifbar gemacht: Meshtastic nutzt LoRa-Funk (Long Range), um ein dezentrales Mesh-Netzwerk aufzubauen. Jedes Gerät ist gleichzeitig Sender, Empfänger und Relay-Station. Nachrichten hüpfen von Node zu Node - ohne Server, ohne SIM-Karte, ohne Internet. Das macht es interessant für Outdoor-Aktivitäten, Sensoren und Aktoren auf dem Grundstück für unterschiedlichste Aufgaben zu platzieren ohne überall WLan zu haben, die gerne an der Grenze des Machbaren basteln.

Die Gespräche dort waren technisch fundiert und die Leute am Stand hatten echte Praxiserfahrung und einige coole Beispiele an Geräten und parktischen Anwendungen. Welche Boards sich eignen (Lilygo T-Beam, Heltec, diverse ESP32-Varianten), wie weit Verbindungen realistisch reichen, was man mit den Sensor-Erweiterungen anfangen kann - da ist eine Menge Potenzial. Ob ich selbst bald einen Node aufbaue? Ich bin noch unentschieden, aber es steht definitiv auf dem mentalen Radar.

Die DIY-Zeichenmaschine bei MakerAustria

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Ein optisches Highlight war der Stand von MakerAustria: Auf einem Flipchart-Aufsteller war eine selbst gebaute Zeichenmaschine montiert, die über Schrittmotoren gesteuert Kunstwerke auf Papier malt. Kein Fertigprodukt, kein Bausatz - echtes DIY, man sah es der Konstruktion an. Und genau das macht es interessant.

Solche Maschinen faszinieren mich, weil sie an der Schnittstelle zwischen Code, Mechanik und Kreativität sitzen. Der Algorithmus entscheidet, der Motor bewegt, das Papier nimmt an. Was dabei entsteht, hat eine ganz eigene Ästhetik.

Fachsimpeln, Stöbern, Inspirieren lassen

Beim CCC Salzburg konnte ich eine Runde über aktuelle Themen fachsimpeln - immer angenehm, wenn man in einer solchen Umgebung auf Gleichgesinnte trifft.

An den Ständen von iFixit, Lilygo und OpenELAB hab ich mir einen Überblick über aktuelle Produkte verschafft und mir Inspiration für kommende Projekte geholt. Nicht mit dem Plan, direkt was zu kaufen - aber mit dem Kopf voller Ideen, was man damit machen könnte.

Die Mitmachbereiche - gut, aber überlaufen

Die interaktiven Stationen waren thematisch toll aufgestellt. Wer wollte, konnte sich durch ein breites Spektrum an Maker-Themen praktisch durcharbeiten. Für Kinder und Einsteiger sicher ein absolutes Highlight.

Für mich persönlich waren diese Bereiche schlicht zu voll, um entspannt mitzumachen. Das ist kein Vorwurf an die Veranstaltung - bei dem Andrang ist das unvermeidlich - aber ich bin bei sowas auch leicht zu überfordern.

Fazit

Die Maker Faire Salzburg 2025 war ein guter Tag. Meshtastic hat mir ein Thema nähergebracht, das ich vorher nur oberflächlich kannte. Die DIY-Zeichenmaschine hat mal wieder daran erinnert, was möglich ist, wenn jemand einfach anfängt zu bauen.

Wer in der Gegend ist und Maker-Themen auch nur am Rande interessant findet: der Besuch lohnt sich. Eintritt ist frei, Parkhaus gegenüber, und man kommt mit mehr Projektideen nach Hause als man hatte.


Praktische Infos

Veranstaltung6. Maker Faire Salzburg
DatumSamstag, 8. November 2025, 10-18 Uhr
OrtTriBühne Lehen, Salzburg
EintrittKostenlos
ParkenTiefgarage gegenüber der TriBühne Lehen
Websitemakerdays.at